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Das Brahmsrequiem war ein voller Erfolg

Chorkonzert begeistert Besucher
Großer Applaus für Solisten, Projektchor und Musiker

Dass das deutsche Requiem von Johannes Brahms ein anspruchsvolles Chorwerk ist, steht außer Zweifel und es gibt sicher leichtere Werke. Aber dem Projektchor, bestehend aus der Andernacher Kantorei und der evangelischen Kantorei Koblenz, im Zusammenspiel mit den Solisten und den Musikern des Schöneck Ensembles, ist die Aufführung des Requiems mit Bravour gelungen.
Wer in der Andernacher Christuskirche dabei sein durfte, hat einen Eindruck davon bekommen, warum das Requiem als eines der Hauptwerke von Brahms gilt. Oder wie der Musikwissenschaftler Dr. Michael Struck es ausdrückt: „Man könnte sagen, ‚Ein deutsches Requiem‘ ist in gewisser Weise ein Inbegriff des Brahms‘schen Schaffens.“
Man muss sich einmal klarmachen, wie viel Probenarbeit in diesem einen Konzert steckte. Die Sängerinnen und Sänger der beiden Kantoreien haben, zunächst getrennt voneinander, monatelang ihren Brahms einstudiert. Danach wurde dann beides zusammengeführt. Als Zuhörer mochte man kaum glauben, dass der Projektchor mit den Musikern des Schöneck Ensembles nur wenige Male zusammen geprobt hatte. So präzise und punktgenau kamen die Einsätze, so exakt waren die Tempi- Wechsel, die an manchen Stellen des Requiems das Gefühl vermittelten, Chor und Orchester würden sich Rede und Antwort geben. Auch dank des präzisen Dirigats der beiden musikalischen Leiter, Kreiskantor Christian Tegel und Kantor Ingo Bechmann, hatte man nie den Eindruck, dass das vielköpfige Orchester die Sängerinnen und Sänger in den Hintergrund drängte. Der Chor entwickelte für die Zuhörer an vielen Stellen ein panoramaartiges, prächtiges Klangbild, ganz so, wie es Johannes Brahms in seiner Komposition vorgesehen hatte.
Zum Erfolg des Konzertabends trugen auch die beiden Solisten bei: Sonja Doniat (Sopran) und Michael Doumas (Bass). Sonja Doniat beeindruckte mit einem klaren, angenehmen Sopran-Part. Michael Doumas, der bereits vor drei Jahren bei der Aufführung des Elias in Andernach gesungen hatte, übernahm kraftvoll und eindrücklich seine Solostellen. Beide Solisten bildeten mit ihren Stimmen die ideale Ergänzung zum Chor und Orchester. Schon aus zeitlichen Gründen ist das Einstudieren und die Aufführung eines großen Chorwerkes nicht jedes Jahr möglich. Bleibt zu hoffen, dass es nicht das letzte gemeinsame Chorprojekt der evangelischen Kantoreien sein wird. Der langanhaltende Beifall des Publikums sprach jedenfalls für sich.



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