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Veranstaltungen und Projekte können Sie auch dem aktuellen Gemeindebrief entnehmen sowie der Seite Aktuelles aus der Gemeinde im Blättchen Blick in jeder 3.Woche im Monat. Informationen zu den Gottesdiensten finden Sie im Gottesdienstplan. Ältere Nachrichten finden Sie in unserem Nachrichtenarchiv.



Wiederaufnahme der Gottesdienste geplant

Behutsam und mit Augenmaß
Evangelische Kirchengemeinde plant die Wiederaufnahme von Gottesdiensten

Die gute Nachricht vorweg: Ab Mai sind Gottesdienste wieder möglich, wenn auch unter strengen Hygieneschutz-Auflagen. Doch ein einfaches, jetzt geht es wieder los, wird es nicht geben und die Gottesdienste werden nicht so sein, wie man sie aus der Zeit vor der Corona-Pandemie kennt. „Wir wissen, dass sich viele Gemeindemitglieder auf die gemeinsame Feier des Gottesdienstes freuen“, so Pfarrer Jürgen Gundalin, Vorsitzender des Presbyteriums, „aber klar ist auch, dass wir eine große Verantwortung gegenüber unseren Gemeindemitgliedern haben.“
Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, hat die Evangelische Kirche von Deutschland dem Bundesinnenministerium ein umfangreiches Schutzkonzept vorgelegt, über das die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder beraten haben.
„Wir werden im Mai in der Christuskirche eine erste Andacht feiern. Hier ist der geforderte Abstand möglich“, erläutert Gundalin, „ wir müssen die Daten der Kirchenbesucher erfassen, es wird kein gemeinsames Singen geben und das Tragen von Masken wird verpflichtend sein.“ Und das sind nur ein paar Punkte aus dem Schutzkonzept. Dazu kommen Eingangsbeschränkungen oder auch das Kennzeichnen von Laufwegen. Um die Vorgaben zu erfüllen, wird die Kirchengemeinde in der nächsten Woche genau abstimmen, wie die Auflagen zu erfüllen sind. „Ich habe bereits von Gemeinden gehört, die den Pfingstsonntag anvisieren“, sagt Gundalin, „das halte ich zum jetzigen Stand auch für einen guten Zeitpunkt. Wir werden Pfingstsonntag, um 11.30 Uhr in der Christuskirche eine gemeinsame Andacht feiern.“
Unabhängig davon werden aber im Mai und Juni die Gottesdienste weiter vorab aufgezeichnet und im Offenen Kanal Andernach ausgestrahlt.



Wir helfen einander

„Wir helfen einander“
Gemeindeaktion wird ausgeweitet

Für viele Menschen war das Osterfest oder auch das Ende der Osterferien ein Fixpunkt innerhalb der Corona-Krise. Mitte, Ende April – bis dahin gelten die Einschränkungen und Kontaktverbote im Alltag. Doch wird das „normale“ Leben wieder auf einen Schlag anlaufen? Wohl kaum, darüber herrscht sowohl bei Medizinern als auch in der Politik Einigkeit. Erste Lockerungen kommen, doch vieles bleibt noch verboten.
„Wir wollen die nächsten Wochen, jetzt nach Ostern, nicht aus dem Blick verlieren“, sagt Pfarrer Andreas Horn von der evangelischen Kirchengemeinde in Andernach. Horn hat in den letzten Jahren zusammen mit einem Team von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern die Gruppe „Diakonie unterwegs“ ins Leben gerufen. Einmal in der Woche besuchen die Ehrenamtler ältere Menschen in Andernach, führen Gespräche, übernehmen kleinere Besorgungen. „Natürlich haben wir mit denjenigen, die wir regelmäßig besuchen, telefoniert, um abzuklären, ob sie in diesen besonderen Zeiten Unterstützung benötigen“, so Horn. „Alle mit denen wir gesprochen haben, konnten auf Familie oder Nachbarn bauen.“
Doch womöglich, so die Sorge der Kirchengemeinde, wird die Bereitschaft zu helfen nachlassen, je länger die Krise dauert. Ein Virus hat eben kein „Ablaufdatum“.
Deshalb hat man sich dazu entschlossen unter dem Motto „Wir helfen einander“ die Gemeindeaktion der Gruppe „Diakonie unterwegs“ auszuweiten. „Wer Hilfe beim Einkaufen benötigt oder Medikamente aus der Apotheke braucht, der soll sich bei uns melden“, erklärt Pfarrer Jürgen Gundalin, Vorsitzender des Presbyteriums, die Idee. „Rufen Sie uns an, wir versuchen, möglichst schnell und unkompliziert zu helfen.“
Die Kirchengemeinde hat mehr als 200 ehrenamtlich engagierte Gemeindemitglieder, in der Jugendarbeit gibt es ehrenamtlich tätige Teamer, dazu die Gruppe der Konfirmandinnen und Konfirmanden. Genügend Hände, um eine solche Aktion umzusetzen.
„Wer Unterstützung beim Einkaufen benötigt, ruft einfach im Gemeindeamt an. Die Rufnummer lautet: 02632 94 5 76-00“, sagt Jürgen Gundalin.
„Wir helfen einander“ – eine Aktion, die auch ein Zeichen setzen will, dass man gemeinsam schwierige Zeiten bewältigen kann, auch wenn diese noch länger als nur bis Anfang Mai dauern sollten.



Sonderbeilage der evgl. Kirchengemeinde



Eine Sonderbeilage der evgl. Kirchengemeinde Andernach
Wie erreicht man seine Gemeindemitglieder?
Evangelische Kirchengemeinde setzt ein ganzes Aktionspaket um
Wer hätte noch vor wenigen Woche geahnt, dass es in diesem Jahr keine Ostergottesdienste in der Christuskirche und der Kreuzkirche geben wird? Die evangelische Kirchengemeinde geht neue Wege, um die Gemeindemitglieder in Corona-Zeiten zu erreichen. Diese Sonderseite ist ein Teil des Aktionspaketes. Ein weiterer Punkt sind die wöchentlichen akustischen Andachten (Podcast) auf der Webseite der Gemeinde (www. ev-kirche-andernach.de). Ergänzt wird dies mit aktuellen Impulsen zu Ostern, die als Beilage allen Gemeindebriefen beigelegt wurden. Zwei Gottesdienste (Karfreitag und Ostersonntag) wurden in Kooperation mit dem Offenen Kanal Andernach aufgezeichnet. Der Karfreitags-Gottesdienst wird am Karfreitag (10.04.) um 11 Uhr ausgestrahlt. (Wiederholung am 11.04. um 19 Uhr) und der Ostersonntagsgottesdienst wird am 12.04. um 15 Uhr gesendet. (Wiederholung 13.04. 12 und 19 Uhr). Die Gottesdienste sind im Kabelfernsehen im Offenen Kanal Andernach und auf der Webseite (www.ok4.tv) zu sehen. Außerdem findet man die Gottesdienste nach ihrer Ausstrahlung in der Mediathek des Senders (einfach in www.youtube.com nach „ok4 Andernach„ suchen). Alle Links findet man auch auf der Homepage der Gemeinde. Wie aber wird es weitergehen? Die Gottesdienste der kommenden Sonntage werden ebenfalls vom Offenen Kanal gesendet. Alle Treffen der Gemeindegruppen sind bis auf weiteres abgesagt und auch die Konfirmation 2020 ist verschoben worden. Um hier größtmögliche Planungssicherheit zu geben, wird es im kommenden Jahr eine Doppel-Konfirmation geben: Am 25.04. (Pfarrbezirk I) und am 09.05. (Pfarrbezirk III). Die Christuskirche ist tagsüber (8-18 Uhr) geöffnet. Als Ort der Einkehr und des persönlichen Gebetes und die Glocken der Christuskirche und der Kreuzkirche läuten werktags drei Mal. Jeder ist aufgerufen, wenn er diese Glocken hört, den Moment zu nutzen für ein kurzes Gebet oder einen Augenblick der Einkehr.
Ein Grußwort des Kindergottesdienstteams Liebe Kinder aus dem Kindergottesdienst! Liebe Eltern! Ihr fehlt uns! Wie schön ist es, mit Euch zusammen zu sein: Mit Euch biblische Geschichten zu hören, zu singen, zu tanzen und zu beten. Aber auch zu malen, zu basteln, zu spielen, zu kochen und zu essen. All das macht Euch und uns viel Spaß. Zurzeit ist das alles aber leider nicht möglich. Und doch fühlen wir uns mit Euch verbunden. Wenn ihr auch zu Hause einen Kindergottesdienst feiern wollt, dann empfehlen wir die Homepage der Evangelischen Kirchengemeinde Dettingen an der Erms: https://www.kirche-dettingen.de/ Wie schon gesagt: Ihr fehlt uns! Und wir hoffen, dass es Euch gut geht, und wir bald miteinander wieder Kindergottesdienst feiern können. Wir wünschen Euch Gottes Segen, der ja bekanntlich ist wie „ein großer Hut„. Esst ein Gummibärchen auf uns und bleibt gesund! Euer KiGo-Team Luise, Kerstin, Kristina, Bernd und Christian
Aktuelle Impulse zu Ostern Karfreitag von Prädikant Jürgen Thillmann Karfreitag, der höchste christliche Feiertag? Oder ist dies Weihnachten oder Ostersonntag? Karfreitag – Jesus, … von Judas an die Obrigkeit übergeben – Jesus, dieser Frieden suchende Mensch, … angespuckt, …angeklagt, … verspottet, …irdischen Gerichtsbarkeiten vorgeführt, …ausgepeitscht, …verleugnet, …ständig verhöhnt, … ans Kreuz geschlagen, …Leid ertragen

… Ans Kreuz geschlagen, weil er Gottes Wort folgte, Liebe und Mitmenschlichkeit lebte!
Hätte Jesus irdische Werte angestrebt, hätte er Gewalt gegen die Herrschenden geschürt, …dann, ja dann hätten ihn die, die ihn noch an Palmsonntag jubelnd auf Händen getragen haben wohl weiter auf Händen getragen.
Ist, was Jesus für uns an Karfreitag über sich ergehen lassen hat in unseren Köpfen, in unseren Herzen angekommen?
Haben wir es geschafft wahrzunehmen, dass er so die Brücke geschaffen hat auf der wir zu Gott kommen können? Zu Gott kommen können, wenn wir wirklich zu ihm gelangen und ernsthaft ablegen wollen was wir zwischen Gott und uns bringen.
Karfreitag 2020, geprägt vom Coronavirus. Karfreitag 2020, mehr Zeit als je zuvor sich zu fragen: Können mir irdische Werte wirklich wichtiger sein, als Gottes Botschaft, als Jesu Werk für mich, und welcher Festtag ist der wichtigste für mich?
Karsamstag
von Pfarrer Jürgen Gundalin
Liebe Leserinnen und Leser,
Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe. Dieser Tag dazwischen.
Im Glaubensbekenntnis heißt es heute: "hinabgestiegen in das Reich des Todes" - "hinabgefahren in die Hölle", wie ich noch im Konfirmandenunterricht gelernt habe. Für uns heute klingt das hart und fremd. Aber immer noch verständlich. Die Hölle als der Ort des maximalen Leidens und der größtmöglichen Gottesferne. Ob wir die Hölle in diesem Leben erleben oder für das nächste Leben befürchten - Christus war da gewesen. Er hat das Leiden nicht nur wahrgenommen, sondern geteilt. Er, der Sohn Gottes, hat das göttliche Licht auch in diesen finstersten Winkel getragen. Und darüber hinaus (einem Gedankengang Dantes folgend) er hat viele Menschen aus der Hölle hinausgetragen und zu Gott gebracht - in sein Reich. Ich nehme daraus einen Gedanken des Trostes mit: wie schlimm die Hölle auch sein mag, in die ich geraten könnte - Christus wird mich herausschleppen und zu Gott tragen.
Ostersonntag
von Pfarrer Andreas Horn
Manchmal fällt Ostern in eine helle Zeit.
Wir machen einen Osterspaziergang und kommen mit der Familie zusammen.
In der Kirche feiern wir fröhliche Gottesdienste und spüren die Kraft des Lebens.
Manchmal fällt Ostern in eine dunkle Zeit.
Ich erinnere mich: vor vielen Jahren verstarb mein Onkel und ich hielt der traurigen Familie die Grabrede.
Auch in diesem Jahr fällt Ostern in eine schwere Zeit:
Corona verändert unseren Alltag und erfüllt uns mit Sorge, wie die Zukunft aussehen wird.
Das erste Ostern fiel ebenfalls in eine düstere Zeit.
Bei den Freunden Jesu war der Glaube gebrochen und die Hoffnung erloschen. Es war Nacht.
1944 fiel Ostern in eine katastrophale Zeit.
Dietrich Bonhoeffer aber textete im Gefängnis: Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will.
Und dies gilt stets, in welche Zeit Ostern auch immer fällt:
Jesus spricht: In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.
Als Christen und Christinnen vertrauen wir darauf, dass
zu Ostern ein Licht im Dunklen entzündet wird, das die Angst vertreibt. Gott schweigt nicht.
Er hat die Macht der Dunkelheit und des Todes gebrochen. Jesus lebt. Er ist auferstanden. Und durch den Geist macht er uns stark, auch in dunklen Zeiten das Licht weiterzugeben - durch gute Worte, hilfreiche Taten und Zeichen der Menschlichkeit.
Ihnen und Ihren Familie Gottes Segen,
ein frohes Osterfest und … bleiben Sie gesund.



Vortrag von Franz Alt


Dr. Franz Alt begeistert Zuhörer

Bekannter TV-Journalist und Buchautor zur Gast in der Christuskirche

„Wenn Sie Goethes Werke studieren möchten, würden Sie dies in einer japanischen Übersetzung tun? Die Worte Jesu allerdings kennen wir aus den in Griechisch verfassten Evangelien, die wieder übersetzt worden. Will man wissen, was Jesus wirklich gesagt hat, muss man aramäische Quellen heranziehen.“ Mit diesem provokanten Einstieg begann Dr. Franz Alt seinen Vortrag in der Andernacher Christuskirche. „Was Jesus wirklich gesagt hat“ – das war das Thema, über das der bekannte TV-Journalist und Bestsellerautor referierte. Man kann die Energie und den Elan des 82-jährigen nur bewundern: Zwei Stunden lang redete Alt und begeisterte dabei das Publikum. In seinem jüngsten Buch hat er sich mit den Studien des Theologen Günther Schwarz auseinandergesetzt, der jahrzehntelang aramäische und alt-syrische Quellen analysiert hat. Alt kommt zu dem Schluss, dass vieles, was wir heute im Neuen Testament über Jesus von Nazareth lesen, ursprünglich anders formuliert war. Durch die Rückbesinnung auf das Aramäische kann man ein neues, ein anderes Jesus-Bild bekommen. „Selbst Papst Franziskus“, so Franz Alt, „sieht die Notwendigkeit, sich mit dem ‚aramäischen Jesus‘ zu beschäftigen.“
Mit seinem Vortrag, gespickt mit Anekdoten aus den zurückliegenden Jahrzehnten, will Franz Alt aber nicht belehren, er will zum Nachdenken anregen. Und das ist ihm gelungen. Franz Alt spannte den Bogen vom Neuen Testament über den Klimawandel bis hin zur Solarenergie, das muss ihm erst einmal jemand nachmachen. Zu jedem dieser Punkte kann er Fundiertes berichten, kennt Zahlen, Fakten und Statistiken. Da stand jemand, der sich mit diesen Themen identifiziert. Manch einer im Publikum hätte wohl gern mehr über das Thema des Abends erfahren, aber wer sich auf den Vortrag Alts eingelassen hat, erhielt an diesem Abend in der Christuskirche eine Menge Denkanstöße. Das Publikum honorierte dies mit langanhaltendem Beifall.



Schöpfungsgottesdienst

Ökumenischer Schöpfungsgottesdienst mit Tieren in der Christuskirche

Auch in diesem Jahr luden die alt-katholische Pfarrgemeinde St. Jakobus und die Evangelische Kirchengemeinde Andernach wieder zu einem ökumenischen Schöpfungsgottesdienst mit Mahlfeier ein.

Dieses Jahr steht er unter dem Motto "Salz der Erde sein".

Der Schöpfungsgottesdienst nimmt in besonderer Weise das verantwortungsvolle Miteinander des Menschen mit seinen Mitgeschöpfen und der ganzen Schöpfung in den Blick.

Der diesjährige Schöpfungsgottesdienst findet am Sonntag, dem 1. September um 11.30 Uhr in der Christuskirche statt.

Der Gottesdienst wird von Pfarrer i. R. Hans-Werner Schlenzig und Pfarrer Christian Schulte gestaltet. Musikalisch bereichert der Mundartsänger Manfred Pohlmann mit seinen humorvollen und nachdenklichen Liedern in bewährter Weise den Gottesdienst.

Haustiere können wie immer gerne mitgebracht werden.



Gospelchor in der Christuskirche am 31.03.2019

Am Sonntag, 31.03.2019 lädt der Chor „Gospel and more“ um 16.00 Uhr zu einem bunten Chorprogramm in die Evangelische Christuskirche in Andernach ein.

Auf dem Programm stehen u.a. Spirituals sowie Lieder aus England und Schweden.

Darüber hinaus singt die Solistin Elena Claus, begleitet von Ingo Bechmann am Klavier, Pop-Balladen, Spirituals von Mark Hayes und Lieder aus der „West Side Story“ von Leonard Bernstein.

Sie sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.




Das Brahmsrequiem war ein voller Erfolg

Chorkonzert begeistert Besucher
Großer Applaus für Solisten, Projektchor und Musiker

Dass das deutsche Requiem von Johannes Brahms ein anspruchsvolles Chorwerk ist, steht außer Zweifel und es gibt sicher leichtere Werke. Aber dem Projektchor, bestehend aus der Andernacher Kantorei und der evangelischen Kantorei Koblenz, im Zusammenspiel mit den Solisten und den Musikern des Schöneck Ensembles, ist die Aufführung des Requiems mit Bravour gelungen.
Wer in der Andernacher Christuskirche dabei sein durfte, hat einen Eindruck davon bekommen, warum das Requiem als eines der Hauptwerke von Brahms gilt. Oder wie der Musikwissenschaftler Dr. Michael Struck es ausdrückt: „Man könnte sagen, ‚Ein deutsches Requiem‘ ist in gewisser Weise ein Inbegriff des Brahms‘schen Schaffens.“
Man muss sich einmal klarmachen, wie viel Probenarbeit in diesem einen Konzert steckte. Die Sängerinnen und Sänger der beiden Kantoreien haben, zunächst getrennt voneinander, monatelang ihren Brahms einstudiert. Danach wurde dann beides zusammengeführt. Als Zuhörer mochte man kaum glauben, dass der Projektchor mit den Musikern des Schöneck Ensembles nur wenige Male zusammen geprobt hatte. So präzise und punktgenau kamen die Einsätze, so exakt waren die Tempi- Wechsel, die an manchen Stellen des Requiems das Gefühl vermittelten, Chor und Orchester würden sich Rede und Antwort geben. Auch dank des präzisen Dirigats der beiden musikalischen Leiter, Kreiskantor Christian Tegel und Kantor Ingo Bechmann, hatte man nie den Eindruck, dass das vielköpfige Orchester die Sängerinnen und Sänger in den Hintergrund drängte. Der Chor entwickelte für die Zuhörer an vielen Stellen ein panoramaartiges, prächtiges Klangbild, ganz so, wie es Johannes Brahms in seiner Komposition vorgesehen hatte.
Zum Erfolg des Konzertabends trugen auch die beiden Solisten bei: Sonja Doniat (Sopran) und Michael Doumas (Bass). Sonja Doniat beeindruckte mit einem klaren, angenehmen Sopran-Part. Michael Doumas, der bereits vor drei Jahren bei der Aufführung des Elias in Andernach gesungen hatte, übernahm kraftvoll und eindrücklich seine Solostellen. Beide Solisten bildeten mit ihren Stimmen die ideale Ergänzung zum Chor und Orchester. Schon aus zeitlichen Gründen ist das Einstudieren und die Aufführung eines großen Chorwerkes nicht jedes Jahr möglich. Bleibt zu hoffen, dass es nicht das letzte gemeinsame Chorprojekt der evangelischen Kantoreien sein wird. Der langanhaltende Beifall des Publikums sprach jedenfalls für sich.


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