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Partnergemeinde

Seit vielen Jahren eine intensive Partnerschaft

Gahro, Weißack und Bergen sind drei Dörfer mit ca. 350 Einwohnern in der Niederlausitz, etwa in der Mitte zwischen Berlin und Dresden. Gahro gehörte vor Jahren zum ehemaligen Kreis Finsterwalde, heute zum Kreis Herzberg, Weißack und Bergen gehörten zum ehemaligen Kreis Luckau und heute zum Kreis Lübben. Bekannte Orte der Umgebung sind Calau, Finsterwalde und Lübben im Spreewald. Die evangelische Kirchengemeinde hat ca. 100 Mitglieder. Sie wird geleitet von Frau Pfarrerin Reinhild Magirius. Die Johanniskirche in Gahro ist der Mittelpunkt der Gemeinde, ein Feldsteinbau mit einem hölzernen Glockenturm. Die ehemalige Michaeliskirche in Weißack wurde 1980 abgerissen. An sie erinnert ein niedriger hölzerner Glockenturm mit zwei Glocken. In Bergen gab und gibt es kein eigenes Kirchengebäude. Die Partnerschaft besteht seit den späten 50er Jahren. Sie wurde anfangs mehr oder weniger intensiv als „Patenschaft“ gepflegt, z. T. durch brieflichen Kontakt, z. T. durch das Versenden von Päckchen und Paketen, z. T. durch materielle Hilfen in Form von Baumaterial, Büromaterial, usw. Seit 1988 besteht ein enger persönlicher Kontakt – wir sehen uns als „Partner“ und Freunde.




In jedem Jahr findet ein mehrtägiges Partnertreffen statt. Anfangs waren die Begegnungen bedingt durch die politische Lage nur in Gahro-Weißack-Bergen möglich, seit 1992 treffen wir uns wechselweise im Rheinland oder in der Niederlausitz. Diese Tage sind geprägt von vielen persönlichen Gesprächen, von Ausflügen zu den interessanten Punkten der Umgebung, von thematischer Arbeit, von fröhlichen Abenden am Feuer, vom gemeinsamen Gottesdienst und vielem mehr. Wichtig ist uns, dass wir nicht nur die frohen Stunden miteinander verbringen, sondern auch versuchen, uns gegenseitig in schwierigen Situationen und in Trauer beizustehen und zu unterstützen. Wir wollen unsere Partner in ihrer jeweiligen Lage verstehen und dazu beitragen, dass sich Menschen mit unterschiedlichster Geschichte im geänderten politischen Umfeld nicht fremd werden oder sogar voneinander abwenden. Wir halten die Partnerschaft auch nach der „Wende“ für sehr wichtig und wollen sie mit Freude weiterführen.




Eine Auflistung der bisherigen Partnerschaftstreffen seit 1988, mit Angabe der Aktivitäten und einigen Fotos, können Sie hier einsehen.







TReffen in Gahro 2018

30 Jahre Partnerschaft mit Gahro – Weißack – Bergen

Anfang November 1988 fuhren fünf Personen aus Andernach zum ersten Mal in unsere Partnergemeinde in der Niederlausitz. Außer unserem Pfarrer Friedel Spieker, der sich vorher schon einmal mit der dortigen Pfarrerin Almut Scholz getroffen hatte, hatten wir keine Ahnung, was uns erwartete. Wir wollten fremde Menschen in einem uns doch weitgehend unbekannten Land treffen, uns mit ihnen und ihrem Leben beschäftigen, ihre Freuden und Nöte anhören und verstehen, unsere Situation schildern und voneinander lernen. Es war noch DDR-Zeit, an Grenzöffnung und Wiedervereinigung war noch nicht zu denken. Was würde uns erwarten? Werden wir uns gegenseitig verstehen? Wird es ein einmaliger Besuch sein?

In diesem Jahr trafen wir uns wie jedes Jahr seit 1988 wieder, diesmal in Gahro. Alle Ungewissheit des ersten Treffens ist lange vorbei. Aus Fremden wurden Bekannte, wurden Freunde, die sich aufeinander freuen, die keine zwei Minuten brauchen, um in der Ferne zu Hause zu sein. Wir haben viele Menschen kennengelernt, haben mit ihnen gesprochen und diskutiert, haben Ausflüge und Besichtigungen gemacht, haben an Schwerpunktthemen gearbeitet, haben viel Freude gehabt und gelacht, haben geschwiegen und auch zusammen geweint. Es sind „Neue“ dazugekommen, ein paar haben die Verbindung abgebrochen und von einigen mussten wir uns für immer verabschieden und sie auf ihren letzten Wegen begleiten.
Die Partnergemeinde hat eine neue Pfarrerin: Frau Kerstin Höpner-Miech. Seit etwa einem Jahr ist sie Pfarrerin für die Kirchengemeinden in und um Massen, Fürstlich Drehna und Gahro-Weißack. Sie ist 52 Jahre alt und hat zwei Kinder. Sie ist Seelsorgerin im Krankenhaus Finsterwalde und ehrenamtliche Leiterin der Notfall-seelsorge im Kreis Elbe-Elster.

Unsere Freunde haben uns diesmal die Evangelische Schulgemeinschaft Niederlausitz nahegebracht. Wir schauten uns die Ev. Grundschule in Trebbus an und hatten anschließend eine ausführliche Führung im Ev. Gymnasium Doberlug-Kirchhain. Neben diesen Bildungseinrichtungen gibt es 3 weitere Ev. Grundschulen und eine Ev. Oberschule. Hauptanliegen dieser Schulen sind staatlich anerkannte Abschlüsse, Ganztagsangebote, Weltoffenheit, christliche Werteorientierung, Persönlichkeits-bildung. Mich haben Angebote und Ausstattung des Gymnasiums sehr beindruckt.
Am Sonntag feierten wir in der Johanniskirche in Gahro den Erntedankgottesdienst, trafen uns zum gemeinsamen Mittagessen und besuchten am Nachmittag das Kreismuseum Finsterwalde mit einem original eingerichteten Kaufmannsladen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und einer Ausstellung über die berühmten Finsterwalder Sänger. Am Abend trafen wir uns zum traditionellen Abschlussfeuer mit Thüringer Bratwurst und allerlei selbstzubereitete Köstlichkeiten in Ingrids großem Garten.
Ein herzliches Danke an alle, die dieses Treffen wieder so schön werden ließen, nicht zuletzt an Jürgen Thillmann, der uns zum wiederholten Male seinen Bus zur Verfügung stellte.
Wolfgang Speer

Einen Überblick über die Historie der gemeinsamen Beziehungen zu der Gemeinde in Gahro
können Sie hier sehen.

Den aktuellen Bericht als pdf-file mit Text und Bildern haben Sie hier





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